Wandertag der 2BJ und der 4CJ zur Römerhöhle in Aflenz

Wandertag der 2BJ und der 4CJ zur Römerhöhle in Aflenz

4CJ und 2BJ

Am 24. September 2026 sind wir in Begleitung von vier unserer Lehrerinnen zum Steinbruch der Römerhöhle in Aflenz aufgebrochen. Wir sind über Felder und durch Wälder spaziert, haben Straßen überquert und sind entlang des Flusses gewandert, bis wir nach ungefähr einer Stunde bei unserem Ziel angekommen sind.

Dort wurden wir von zwei Guides erwartet, die uns zu Beginn unserer Tour erzählt haben, wie die Höhle und das Land um sie herum einmal ausgesehen haben, und wofür man sie genutzt hat. Danach begann unsere Führung durch den beeindruckenden Steinbruch.

Die Ersten, die diese Höhle entdeckt hatten, waren die Römer. Daher kommt auch der Name. Sie nutzen den Kalksandstein, der aus einem früheren Korallenriff stammt, für ihre Häuser, auch für die, die im Römerdorf Flavia Solva in Wagna zu finden sind.

Allerdings hat der Steinbruch auch ein sehr dunkles Kapitel Geschichte aufzuweisen. Denn in Aflenz lag ein KZ-Außenlanger. Unter schweren Bedingungen mussten die Gefangenen das Gestein abbauen, um Platz für eine Rüstungsproduktion der Steyr-Daimler-Puch AG zu schaffen. Diese sollte während des Zweiten Weltkriegs unter die Erde verlegt werden, um sich vor Angriffen zu schützen. Einige Relikte dieser Zeit kann man noch heute in der Höhle sehen.

Wir wurden bis tief in den Steinbruch geführt, und haben viel Wissenswertes über die Vergangenheit dieses Ortes gelernt. Auch über die Arbeit der Häftlinge, wie es einem damaligen Einwohner damit ergangen ist, so nah an einem so schrecklichen Ort zu leben, aber auch, was den Kalksandstein eigentlich so besonders macht haben wir viel erfahren. Und so, haben wir uns nach einer spannenden Führung wieder auf den Heimweg gemacht.

Kim Neubauer, 2bj